Altersvorsorge in Luxemburg: wie Artikel 111bis funktioniert
Die dritte Säule ist die einzige, die Sie selbst steuern. Und die einzige, die Ihnen einen Teil der gezahlten Steuer zurückgibt.
Das luxemburgische Rentensystem ruht auf drei Säulen: der gesetzlichen Pension der CNAP, der betrieblichen Zusatzversorgung, falls der Arbeitgeber eine eingerichtet hat, und der privaten Vorsorge. Die dritte ist die einzige, über die Sie allein entscheiden — und die, die der Gesetzgeber steuerlich fördert.
Was Artikel 111bis L.I.R. vorsieht
Einzahlungen in einen Altersvorsorgevertrag sind vom steuerpflichtigen Einkommen abziehbar, bis zu einer jährlichen Höchstgrenze je Steuerpflichtigem. Diese Grenze wurde in den vergangenen Jahren angehoben: Ihr Berater nennt Ihnen den beim Abschluss geltenden Betrag — der zählt, nicht der aus einem Artikel vom Vorjahr.
Die Bedingungen
- Eine Mindestlaufzeit des Vertrags, sonst entfällt der Steuervorteil.
- Ein Mindestalter zum Zeitpunkt der Auszahlung.
- Die Auszahlung als Kapital, als Rente oder in gestaffelten Entnahmen.
Grenzgänger: der Vorteil gilt auch
Auch Nichtansässige, die in Luxemburg eine Steuererklärung abgeben, können den Abzug nutzen. Die Frage an den Berater lautet, wie die Auszahlung später besteuert wird — das hängt vom Wohnsitz zum Zeitpunkt der Auszahlung ab.
Wie man rechnen sollte
Die jährliche Steuerersparnis ist real, aber nicht das einzige Kriterium. Ein Altersvorsorgevertrag ist eine lange Bindung; die Anlageform — sicherheitsorientiert, ausgewogen oder dynamisch — beeinflusst das Endergebnis genauso stark wie der Steuervorteil am Anfang. Lassen Sie beides durchrechnen, bevor Sie einen Monatsbetrag festlegen.
Informationsbeitrag der iSOLUTIONS S.à r.l. Er ersetzt nicht die Beratung durch Ihren Agenten und begründet keine vertragliche Zusage. Maßgeblich sind die allgemeinen und besonderen Bedingungen Ihres Vertrags.